Krieg, Musik und Kunst im Libanon und anderswo

Zeichnungen und Soundscapes zu Israelischen Bomben

Starry Night ist eine “minimalistische Improvisation” von Mazen Kerbaj Der Musiker/Künstler wohnt in Beirut und hat eine Trompeten-Improvisation zu den Bombeneinschlägen, die man im Hintergrund hört, aufgenommen. (Diese Art “Musik” ist “minimal” und gehört zur besten John-Cage Tradition der “Soundscapes”) Directlink/Mp3

mazen kerbaj musiziert

Der Künstler verarbeitet seine Erfahrungen und Gefühle auch in Zeichnungen, die er in seinem KERBLOG veröffentlicht. Zum jüngsten Massaker in Qana (Kana), bei dem über 50 Leute – hauptsächlich Kinder – umgekommen sind, hat er einige ergreifende und zynische Zeichnungen erstellt:

Zeichnungen: Mazen Kerbaj - Beirut

Eine Auswahl seiner Arbeiten wird ab Freitag, den 4.8.2006, 20 Uhr im Café ADA, Wiesenstr. 6, 42105 Wuppertal zu sehen sein.

Easy Listening in Tel Aviv

For some reason, the guys I recorded playing music on Rothschild Boulevard on Saturday night seemed, to me, to capture the local mood.

schreibt Lisa Goldman in ihrem Blog On the Face

Beiruts Musiker desertieren nach Amman

Tom ist immer noch auf der Suche nach frischer Libanesischer Musik, jetzt zwischen Amman und Damaskus. Die junge Beiruter Szene hat sich notgedrungen ausgelagert, und Tom schreibt darüber (auf deutsch) in Outhere in Beirut and Beyond

“Plötzlich wurden wir nämlich von einer Beiruti Musikercrew gesichtet: vom Bassisten Jean (er spielte eben noch mit Fairuz), vom Pianisten Tarek Yamani (er studiert zur Zeit an der Jazzschule Groningen – meiner zweiten Heimatstadt…), vom Perkussionisten Khaled Yassine, von Zeid Hamdan. Alle sind sie in den letzten Tagen und in der letzten Woche nach Amman «geflohen». Jean klagt fürchterlich: Er mag dieses konservative Amman nicht, er schämt sich, Araber zu sein, er hasst die Hizbullah für das, was sie getan hat (bis vor kurzem hat er sie noch unterstützt, sagt er), und er vermisst sein Beirut. Er hätte nie geglaubt, wie sehr er die Gerüche und Sounds Beiruts vermissen würde …. Zeid ist wie immer am Organisieren. Er will, dass die Musiker mit seiner neuen irakischen Boygroup ein Benefizkonzert spielen. Die Musiker mögen nicht so richtig … Eine Boygroup!? Und Songs von Bob Marley bis Madonna!? «Und Zeid, wir brauchen einen Gitarristen. Treib einen auf. Wenn es in Amman keinen einzigen gibt, dann hol halt einen von Beirut.» Fouad Afra, der vielleicht beste Drummer Beiruts und ein sehr lieber Kerl, wird morgen nach Amman kommen. Am Sonntag werden sie all ein Konzert geben – schade, denke ich. Dieses Konzert hätte ich eigentlich nicht ungerne gesehen.” quelle

VOR DER ZUKUNFT KAMEN DIE BOMBEN – Kulturszene Beirut: vielfältig, überraschend, visionär

31.07.2006 von engola