“Denn in Wahrheit hat die Bundesregierung dem libyschen Volk nicht nur nicht geholfen, als es von Gadhafis Soldaten aus Panzern und Flugzeugen beschossen wurde. Sondern sie hat ihm damals vor einem halben Jahr auch ziemlich explizit mitgeteilt, wie gleichgültig ihr sein Schicksal ist.”
Doppelte und dreifache Verneinung und danach mit der Faust durchs Auge. – Der Punkt muß ein Komma sein, denn es ist grammatisch gesehen nur ein Satz.
Wessen Schicksal ist wem gleichgültig? – Der Satz geht und geht nicht auf.
Nachtrag: OK, der Satz geht dann grammatisch auf, wenn die mehrfache Verneinung aufrechnet und beachtet, worauf sich die Pronomen ‘er’, ‘sie’ und ‘ihr’ beziehen. Wenn der Leser sich durch die grammatische Schleife gekämpft hat, dann stoßen wir nur auf ein unglaubliches Understatement gekleidet in falschem Inhalt.
]]>“Denn in Wahrheit hat die Bundesregierung dem libyschen Volk nicht nur nicht geholfen, als es von Gadhafis Soldaten aus Panzern und Flugzeugen beschossen wurde. Sondern sie hat ihm damals vor einem halben Jahr auch ziemlich explizit mitgeteilt, wie gleichgültig ihr sein Schicksal ist.”
Doppelte und dreifache Verneinung und danach mit der Faust durchs Auge. – Der Punkt muß ein Komma sein, denn es ist grammatisch gesehen nur ein Satz.
Wessen Schicksal ist wem gleichgültig? – Der Satz geht und geht nicht auf.
]]>Ich ging dann lieber in die Kunst, um das nicht-zu-sagende irgendwie erfassen zu können.
Im übrigen bin ich persönlich entschiedener Organtransplantationsverweigerer und habe den Kriegsdienst an der Waffe verweigert.
Das sind alles Fragen, die muß jeder für sich selber entscheiden. Auch und gerade diese Entscheidungsfreiheit macht uns Menschen aus. Im Sinne der Autonomie. Niemand darf über einen anderen hinweg entscheiden.
Das Recht des Embryos. Das Recht auf Gesundheit und Wohlleben. Das Recht auf Abtreibung. Tja. Bei der Frage nach der biologischen Menschwerdung des Menschen greift Aristoteles: Die befruchtete Eizelle ist eine Möglichkeit in sich. Wenn nichts dazwischen kommt, wird sie sich zu einem reifen Menschen voll entwickeln.
Auch kranke Menschen sind trotzdem Menschen und brauchen unserer Hilfe zum leben. Über Todesmitleid entscheided jeder Mensch selber oder seine nächsten liebsten, im Sinne der Autonomie.
Und dann gibt es noch den kategorischen Imperativ:
Der Mensch ist das Ziel allen Handelns und darf niemals als bloßes Mittel genommen werden.
Space by Magic_Fly ♪
]]>Habe für euch die wesentlichen letzten drei Absätze transkribiert:
(…) verdichten sich auch noch die Hinweise, daß ihn [ObL] die US-Armee im vergangenen Dezember in den Tora-Bora-Bergen Ost-Afghanistans hat entkommen lassen, weil sie nicht schnell, mutig und entschlossen genug gehandelt habe.
Allerdings könnte der Minister [Rumsfeld] einen über jeden Zweifel erhabenen Gewährsmann befragen, dem er seit vielen Jahren in herrlicher Abneigung verbunden ist: Ex-Ausßenminister Henry Kissinger. Der hatte vor geraumer Zeit das Hauptquartier britischer Spezialtruppen in England besucht, die gerade vom Einsatz in Tora Bora heimgekehrt waren. Wie die konservative britische Zeitschrift Spectator berichtete, hatten die Soldaten dem amerikanischen Gast Erstaunliches zu erzählen. Demnach war es so gut wie sicher, daß bin Laden zusammen mit einer Gruppe engster Getreuer in einem Gebirgstal eingekesselt war. Doch als die Briten vorschlugen, das Tal abzuriegeln und nach Art einer Treibjagd mit Bodentruppen zu durchkämmen, hätten ihre amerikanischen Waffenbrüder aus Angst vor unvermeidlichen Verlusten kalte Füße bekommen. Auch einen zweiten britischen Vorschlag, dann eben alleine in das Tal vorzudringen, hätten die Kameraden aus Übersee abgelehnt: Sie neideten den Engländern den Ruhm.
Zaudernd, zögernd und immer mehr in Zeitnot geratend, hätten die Amerikaner schließlich die Afghanen um Hilfe gebeten. Doch die, so der Spectator weiter, ließen sich zum einen lange bitten und verlangten zum anderen Bezahlung – in Goldmünzen. Bis die US-Armee den Goldschatz herangeflogen habe, sei bin Laden mit Hilfe afghanischer Verbündeter entkommen. Knapp und vernichtend formulierte es nun ein Anti-Terror-Spezialist des Pentagon in der Post: “Wir haben Mist gebaut, (…) weil wir die Afghanen die ganze Arbeit machen ließen.” (Quelle: Printausgabe Die-Zeit oder Süddeutsche 19.04.2002)
Was hier so verklausurliert vormuliert wird heißt in der Essenz: Gemäß des Berichts haben die USA per Order-Mufti dreifach dafür gesort, daß der gesuchte bin-Laden nicht gefangen gewscheige denn getötet wird. – Sie haben zwei mal das Ansinnen der Briten verneint (abgelehnt) (wir machen nicht mit und schon gar nicht ihr alleine), dann haben sie mit der Goldlieferung für die Söldner zeit gewonnen und zum vierten den Terrorführer aus einem umstellten Gebiet entkommen lassen.
Als Gründe dafür vermute ich: Das Icon (Terrorfigur) bin-Laden konnte noch bis heute als Schreckgespenst der Propaganda herhalten. Was ja auch passiert ist, mit gefälschten Videoaufnahmen und anderen Verlautbarungen in den letzten zehn Jahren.
Das Schreckgespenst hat ausgedient. Die Glaubwürdigkeit dieser Sockenpuppe ist länger schon dahin. Mit der Inszenierten Ermordung in Pakistan konnte gerade noch ein gewisser Propagandaeffekt erzielt werden.
Die Propaganda für das zweite Jahrzehnt des 21. Jhts. hat eine neue Ebene erreicht mit den Aufständen in Nordafrika. Auch die alternativen und aufgeklärten Leute im Westen heißen heute ganz ohne bin-Laden einen Angriffskrieg gut.
Mission accomplisched, Sheik Usama bin Laden darf endlich sterben.
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1320: Farid, who has family in Tripoli, writes: “All my friends and family I have contacted in Libya feel more protected since the air strikes. They feel they are being cared for by the international community. Gaddafi was just taking revenge and punishing everyone, but people on the streets are happy the allied forces are weakening the regime. Tripoli is run by fear – there are a lot of arrests and killings by Gaddafi forces. There were demonstrations there last week. The air strike on Gaddafi headquarters is huge. It is a huge military fortress. It is good it has been hit.”
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1058: Salah, a Tripoli resident, tells the BBC that Col Gaddafi is a symbol of safety and security. He says he does not want to be ruled by the east of the country, and instead there should be negotiations. “Three days ago I could have told you about different opinions in Tripoli. But now we all stand for Libya. It’s not about Gaddafi, it’s a war between Libya and France, the US and UK. We haven’t seen anything like this for many years. Things have been calm and secure 40 years – though I still remember the 1986 bombing of Libya by the United States when I was six-years-old. The bombing of Libya is a stupid decision – there is no guarantee that the western nations will not hit civilians. For example, the army camps are very close to the city centre.
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1213: More from the Libyan rebels: they say their aim is still to capture the Libyan capital, Tripoli, but that they want to achieve that without foreign offensive action, the rebel spokesman has told a news conference in Benghazi.
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1211: The Libyan rebels have been speaking: a spokesman in Benghazi has said they welcome more air strikes by foreign forces, but do not want foreign ground troops to intervene in the war.
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1024: The BBC’s Kevin Connolly in Benghazi says there are dangers as well as opportunities in the use of air power in Libya. Our correspondent says: “The rebels still want a united and free Libya without Col Gaddafi with Tripoli as its capital. If it comes to be the case that people in western Libya who have been under attack from the West (as they would see it) begin to associate the rebel movement with those air attacks, begin to blame the rebels for those attacks – then it might make any process of eventual reunification rather difficult.”
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0952: The rebel spokesman also says that pro-Gaddafi forces are now bringing civilians from nearby towns to Misrata to use them as a human shield.
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1041: @libi4ever tweets: “if we let Qadfi bomb Zintan and Misrata today, tomorrow they will disappear from #libya map.”
Aber dennoch mußte das breite Bündnis der Antifa an einer Stelle auf der Friedrich-Engels-Allee eingreifen, als die offiziellen Einsatzkräfte gerade nicht vor Ort waren, und die Nazis eine Frau auf offener Straße zertreten haben. < Wie gut, daß wir dort waren, um schlimmeres zu verhindern! < Die Polizei hat darauf hin die Faschisten eingekesselt und festgenommen.
Hintergrund: http://oelbergisch.de/2011/01/wuppertal-gegen-nazis/
]]>Playlist mit deutschen Untertiteln:
Direktvideo: http://www.youtube.com/view_play_list?p=7439B5D75A45DF6F
Schade, Episode III – The Shadows in the Cave – fehlt leider in obiger Playlist. Please watch the original on: http://ia700102.us.archive.org/15/items/ThePowerOfNightmares/chapter3.mpeg
Original: www.archive.org/details/ThePowerOfNightmares
Info: http://de.wikipedia.org/wiki/The_Power_of_Nightmares (Wikipedia)
]]>Dem auferksamen Beobachter sind Begriffe wie S21, Loveparade, Lekrem, JMStV, Castor, Schottern, Laien, Koffer oder krtsmpl geläufig. Von einem Wutbürger hat aber noch kaum jemand etwas gehört.
Zur Aufklärunng der Bevölkerung hat das Ministerium für Sprachregelung und Propaganda folgendes Memo herausgegeben:
Das mit dem “Wutbürger” ist doch eigentlich eine Frechheit und ein Stück CDU-Propaganda, oder? http://t.co/DRtON4F #wortdesjahres #s21 bernhardhopfner
Erläuterung:
Das Wort ‘Wut’ ist eigentlich eher negativ konotiert < ‘blinde’ Wut > zerstörerische-, ungelenke-, dumpfe- < Wut wäre also von der Bedeutung her eher triebhaft, ein Gefühl, weniger vernunftbetont. Der Begriff des ‘‘Bürgers’ dagegen ist eher verständig, aufgeklärt, Person des Rechts, informiert … Die Wortkombination #Wutbürger verunglimpft somit die politisch bewußten Bürgerleute.
“Alle Macht geht vom Volke aus” (steht im Grundgesetz)
Also, ich persönlich bin ja eindeutig für Platz 9 > Femitainment (hä? wasndas?) http://bit.ly/fpMQ1a > als Wort des Jahres.
Weiter: #Wutbürger vs. ‘wütende Bürger’ < die eine Wendung ist ein Substantiv, das andere eine Eigenschaft. < ein feiner, aber bedeutender Unterschied < das eine wesensbestimmed, das andere beiläufig erzeugt
Schramm sprach deshalb ja auch vom Zorn und nicht von der Wut. @kaptrips
Da sind sie schon, die ‘Wutbürger’ in der Bildunterschrift > n-tv http://bit.ly/fC2YI1 / seen by bernhardhopfner
Propaganda powered by GfdS(Gesellschaft für deutsche Sprache)
Faszinierend!
Der Propaganda live bei der Arbeit zuzuschauen. – Der Neo-Begriff der #Wutbürger ist ein schönes Lehrstück der Propanda-Sprache.
#Wutbürger vs. deeskalierende Polizisten > http://n-tv.de/img/21/2175741/Img_16_9_450_wutbierger.jpg (ernsthafte Bildunterschrift bei n-tv) vor ungefähr 5 Stunden
Unser Sprachkünstler Georg Schramm auf der Demo in Stuttgart gegen #S21: “Wie übersetzen sie Zorn?” (Gebärdensprache) “Und Wut?” http://youtube.com/watch?v=4jBFlEcQWLk#t=57s
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Wo doch jedes Kind weiß, daß das Wort des Jahres Blumenkübel lautet.
]]>Folgend eine ausführliche Erläuterung des Users CrisisMaven im Gelben Forum: http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=195030 – Hier eine Sicherungskopie des lesenswerten Textes:
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Also, das ist so:
1.) Jedes Atomkraftwerk der heute ueblichen Baugroesse (Druckwasserreaktor 1.300 MegaWatt [MW] elektrische Leistung) enthaelt im vollen Betrieb ca. das VIERTAUSENDFACHE an Radioaktivitaet wie der Fallout der Hiroshima-Bombe.
2.) Anders als bei einer Atombombe, bei der die Radioaktivitaet bis weit in die Stratosphaere hinein “geblasen” wird, wuerde bei vollstaendiger Freisetzung das radioaktive Inventar in Bodennaehe freiwerden, d.h. man darf die Wirkung mit einem Mehrfachen ansetzen (d.h. ein Mehrfaches des Viertausendfachen). Dieses ist der groesstmoegliche Unfall, abzugrenzen vom GAU oder groessten anzunehmenden Unfall. Letzterer ist eine mathematische Fiktion der Gutachter, in dem moegliche Unfallszenarien, die zu katastrophalen Auswirkungen fuehren koennten, einfach statistisch als “zu selten” ignoriert werden.
3.) Jedes technisch moegliche Ereignis tritt jedoch irgendwann einmal ein. Das kann auch morgen sein. Es statistisch wegzurechnen ist reine propagandistische Augenwischerei. Tritt das gesamte radioaktive Inventar aus, so sind in bewohnten Gebieten hunderttausende Soforttote und Millionen Tote in den Folgejahren zu erwarten, etwa wenn ein Reaktorblock in Biblis seine Fracht in Richtung der Hauptwindrichtung ueber Darmstadt und Frankfurt am Main “ergiesst”.
4.) Dieses radioaktive Inventar im Reaktor-Druckbehaelter klingt nach Abschalten schrittweise ab. Reaktorbrennstaebe in Abklingbecken haben also scheinbar deutlich weniger Radioaktivitaet in sich als der Druckbehaelter unmittelbar nach Schnellabschaltung oder Unfall. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Was naemlich uebrig bleibt, sind naturgemaess die langlebigen radioaktiven Stoffe (Radionuklide). Das Mass des Abklinges nennts sich Halbwertzeit (HWZ).
EXKURS: die Halbwertzeit.
Radioaktives Material hoert theoretisch niemals zu strahlen auf. Jedoch zerfaellt innerhalb einer bestimmten Zeit das gesamte Material zur Haelfte. Eine HWZ von zehn Tagen bedeutet also, dass nach zehn Tagen die Haelfte zerfallen ist, die andere Haelfte noch nicht, nach weiteren zehn Tagen die naechste Haelfte, d.i. ein Viertel des urspruenglichen; Nach 2 HWZ sind also drei Viertel zerfallen, ein Viertel uebrig, usw.
Nach zehn HWZ (in diesem Fall also 100 Tagen) ist nur noch ein Tausendstel (2 hoch zehn = 1.024) uebrig.
Dies jedoch ist nur die halbe Wahrheit, denn:
a) auch ein Tausendstel kann noch toedlch viel sein,
b) aber vor allem zerfallen viele Radionuklide in andere, neue Radionuklide, strahlen also munter weiter.
Leider sind aber viele Radionuklide deutlich langlebiger – wir haben z.T. nach Millionen Jahren das Vergnuegen, dass erst die Haelfte zerfallen ist – ein Pakt mit dem Teufel ist meist kuerzer als dieser selbstmoerdcerische Unsinn! Leben konnte sich auf Erden erst entwickeln, als alle diese schon mal vorhandenen Radionuklide weitgehend zerfallen waren, damit ueberhaupt DNS stabil genug bleiben konnte, um Leben zu ermoeglichen. Nun kehten wir den Prozess sehenden Auges um!
Insgesamt entstehen bei der Kernspaltung des Uran-235 in “herkoemmlichen” Kernkraftwerken weit ueber tausend Radionuklide, von denen mehrere hundert lange genug leben, um im Falle eines Unfalles oder Angriffes ins Freie zu gelangen und jedenfalls bleiben Dutzende uebrig, die ueber Jahrtausende bis Jahrmillionen munter weiter strahlen.
5.) Was macht einen radioaktiven Stoff potentiell gefaehrlich? Er sendet Strahlen aus, deren Zerstoerungskraft weit ueber denen normaler Roentgenstrahlung liegt, und zwar im wesentlichen Alpha, beta- und Gammastrahlen.
Alphastrahlen sind “schwere Geschosse”, naemlich ganze Helium-Atome (http://de.wikipedia.org/wiki/Alphastrahlung). Aufgrund der Stossgesetze der Mechanik richten sie den groessten Schaden an – wenn sie denn treffen (siehe Punkt 6). Wer in der Schule ein Stueck Tafelkreide an den Kopf bekommt, wird kaum ernstlich verletzt werden. Ist es dagegen eine Bowling-Kugel, etwa gleichschwer wie der Kopf, ist meist eine Gehirnerschuetterung, wenn nicht schlimmeres, die Folge.
Beta-Strahlen sind sehr schnelle Elektronen und Gammastrahlen sind sehr harte Roentgenstrahlen.
6.) Die Frage ist: wo befindet sich ein radioaktiver Stoff zum Zeitpunkt seines Zerfalls? Versucht jemand, mir eine Bowlingkugel von hinter einer Wand an den Kopf zu werfen, wird sie bereits an der Wand abprallen. Eine schnelle Gewehrkugel wird vielleicht durchschlagen, aber schwer gebremst. Und Roentgenstrahlen wuerden mich fast ungehindert treffen – aber mich auch fast ungebremst wieder verlassen, also nur einen Teil ihrer Energie bei mir abladen.
Das tueckische an einem verunfallten Atomkraftwerk ist nun, dass hier radioaktive Stoffe in die Umwelt gelangen, die, einmal entwichen, keine Kraft der Welt je wieder zurueckholen kann. Diese gelangen in die Luft und werden eingeatmet (radioaktives Jod, radioaktiver Wasserstoff [Tritium], radioaktive Edelgase, aber auch Festkoerper als Aerosole). Der Rest wird ueber weite Landstriche verteilt und deponiert und ueber die Nahrungskette aufgenommen. Nach einem grossen Atomunfall ist das betroffene Gebiet fuer Jahrhunderte bis Jahrtausende daher vielleicht nicht immer voellig unbewohnbar (wer dort wohnen will, kann es um den Preis erhoehten Kreb- und Missbildungsrisikos ja tun), faellt aber vollstaendig fuer die landwirtschaftliche Nutzung aus.
Ein Land wie Deutschland waere auf Jahrhunderte voellig unbewohnbar deshalb, weil es sich nicht mehr selbst ernaehren koennte, um aber landwirtschaftliche Produkte einfuehren zu koennen, muesste man ja etwas anderes exportieren/tauschen koennen, etwa Industrieerzeugnisse – welche aber kaum Absatz finden duerften. Die Gesundheitskosten wuerden vermutlich ohnehin die Haelfte des Bruttosozialproduktes auffressen. (Wer uebrigens vor einer solchen Atomkatastrophe fliehen will, wird erschossen – mit Radionukliden verseuchten Personen wird die Ausreise per Militaer-Kordon mit Schiessbefehl verwehrt; fragen Sie in Ihrem Landratsamt und Ihrer Bundeswehr-Standortverwaltung nach, welche Absperrbefehle die haben und wo im Keller die entsprechenden Schilder lagern! Ich weiss, wovon ich rede.)
7.) Aus diesem Grunde sind also Laender mit Atomkraftwerken nicht mehr verteidigungsfaehig. Schon Laender mit Staudaemmen, bei denen flussabwaerts grosse Menschenmengen wohnen, sind militaerisch erpressbar, aber immerhin wuerde bei einem Dammbruch ja nicht das gesamte Land zerstoert, sondern eben nur, wer physikalisch vom Wasser erreicht werden kann. Und danach waere das Land nicht wesentlich verseucht (ja, ja, ein paar Oeltanks sind mit aufgeschwemmt worden …), und koennte wieder aufgebaut werden.
Atomkraftnutzer haben aber das Problem, dass sie ihre AKW abschalten muessen, sowie der Krieg absehbar oder erklaert wurde (das sehen alle Szenarien vor, das ist nicht meine “Erfindung”). Dazu werden die Reaktorbrennstaebe ausgelagert (in die von zara geschriebenen Abklingbecken!), um wenigstens das Risiko der Freisetzung zu verringern, denn mit jedem Tage des Nicht-Angriffes klingen ja ein paar Radionuklide mehr ab.
8.) Andererseits haben die Staaten aber wegen des unloesbaren (nicht ungeloesten! – unloesbaren) Problems der Wiederaufarbeitung und Endlagerung eben diese Abklingbecken bereits mit den Brennstaeben mehrerer Jahre bis Jahrzehnte vorherigen Betriebes “vollgeknallt”. Und diese Abklingbecken weisen keinerlei Schutz gegen ernstgemeinte Angriffe auf, d.h. sie sind mit einfachsten Mitteln zu sprengen.
9.) All das ist von den Militaers laengst durchgespielt. Die US-Spezialeinheiten (Green Berets) haben das in den sechziger und siebziger Jahren erfolgreich geuebt, die Bundeswehr-KSK hat es in den neunziger und 2000er-Jahren zum Entsetzen der eigenen Planer und der Insassen eines Atomkraftwerks simuliert (Abspung bei mondloser Nacht und Eindringen in ein deutsches “bestgesichertes” AKW!). Alle hoeheren Militaers und Politiker wissen, dass Atomkraftwerke ein Land verteidigungsunfaehig machen, zum einen, weil sie im Konfliktfall abgeschaltet werden mussen und der Strom dann fehlt, zum anderen, weil sie nicht verteidigt werden koennen mit der Folge Millionen Toter bei Einsatz nur einer Bombe.
Fragen:
A) Warum werden Atomkraftwerke weiter betrieben und sogar ausgebaut, wenn deren Betrieb mit Sicherheit (Wahrscheinlichkeit ist groesser Null!) zu einem Unfall oder einem beabsichtigten Ereignis mit Millionen Toten fuehren muss?
B) Warum werden Atomkraftwerke zur “Energiesicherung” ausgebaut oder betrieben, wenn sie im Konfliktfall abgeschaltet werden muessen und deren Strom dann der angegriffenen Volkswirtschaft ersatzlos fehlt?
C) Was macht ein Land wie Frankreich mit 75% Stromerzeugung aus Atomenergie in diesem Falle? Es faellt auf das Strom-Niveau eines Drittweltlandes zurueck. Und da Frankreich nur 40% des Stromes im Grundlastbetrieb braucht, wohin “entsorgt” es dann die ca. 35% Ueberschusstrom derzeit nachts??? (Atomkraftwerke kann man nicht an- und abschalten wie Gasturbinen).
D) Was passiert, wenn ein Atomkraftwerk wie beschrieben “verunfallt”, wenn bis Frankfurt/Main niemand mehr lebt – wer glaubt eigentlich, dass dann in den Schaltwarten der “intakten” Schwester-Atomkraftwerke noch jemand in aller Ruhe seinen Dienst tut? Wird nicht eher jedes benachbarte Atomkraftwerk und Abklingbecken mit absehbaren Folgen (weitere Millionen Tote) steuerlos??? Und natuerlich, wie von zara angesprochen, was ist die Folge volkswirtschaftlichen Verfalls – wer schuetzte die Pharaonengraeber, als der Lohn ausblieb?
Alles Fragen, die die Bundes- und Landesregierungen seit 1976 gestellt bekamen, nicht beantworten konnten und deshalb ab 1977 kein Atomkraftwerk mehr genehmigt haben, obwohl bis 2000 weitere ca. 120 geplant waren …
Nachtrag: Die Maer vom sicheren deutschen Atomkraftwerk
War Tschernobyl “unsicherer” als ein deutsches AKW? Nein – in Tschernobyl wurde ein Experiment durchgefuehrt. Ein loebliches Unterfangen, damit wurden u.a. Sicherheitseinrichtungen getestet. Ging leider schief. Was die Frage aufwirft: warum werden bei uns diese Sicherheitseinrichtungen gar nicht erst getestet? Weil es genauso schief laufen wuerde!!! Noch nie wurde auf der ganzen Welt ein AKW getestet wie die Automobilindustrie das tausendfach im Jahr macht. Nur ein einziges Mal wurde es versucht – und es ging schief.
Was sagt uns das? Ich erspare mir jeden Kommentar. Dazu Internet-Seiten mit Titeln wie “kernkraft-wissen” zu betreiben wuerde jedem Phrenologen Ehre machen.
Und warum ging Tschernobyl relativ glimpflich ab? Weil nur ein Dreissigstel seines radioaktiven Inventars austraten! Wäre der Rest auch noch ausgetreten und bis zu uns geblasen worden, so waeren Deutschland und fast die gesamte EU auf Jahrzehnte hinaus reines Agrar-Importland!!!
Warum blieben die restlichen ca. 97% drinne? Weil todesmutige Feuerwehrleute und andere Helfer ihr Leben fuer uns geopfertt haben – den sicheren Tod vor Augen haben sie das Ding zugeschippt!!! Darf ich fragen, ob die Mannschaften in Biblis, Kruemmel usw. dasselbe zu tun gedenken??? Ich tippe, sie werden als erste Wind bekommen und zu fliehen versuchen, bevor der Militaer-Kordon jede Flucht mit Schiessbefehl unterbindet! Und dann?
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Text von User CrisisMaven im Gelben Forum:
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=195030
Empfohlen sei auch das Follow-Up: http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=195046 > “In der Tat ist friedliche Atomenergie nur entstanden, weil man sich als Militaer keine militaerische Atomindustrie leisten kann, ohne zivile Infrastruktur.”
]]>Die Musik von eben: Kurze Soundaufnahme / mp3 (download) Direkt: http://www.ver-tarn.de/files/s21-4-12-2.mp3
Eben Begann eine Auseinandersetzung Bürger/Polizei auf dem Schloßplatz in Stuttgart. Hier der Sound, kurz bevor der Stram abbrach:
Download: Riot (mp3) Direktlink: http://www.ver-tarn.de/files/riot.mp3 (siehe unten)
Screenshots und Sounds von der Livecam http://www.cams21.de/Daten/peterpstuttgart.html
Fotos (screenshots der Situation ca. 30Min. vorher)
Update
Bericht:
Vorher: *http://bambuser.com/v/1229768 *
Ganz am Ende: Minute 2:08:00
Nachher:
http://bambuser.com/v/1230114
Twitter:
Leute mit gereizten Augen am neuen Schloss! Anscheinend Festnahme und Pfefferspray Einsatz! #S21 > @Jibkid
Polizeipressemitteilung:
Festnahme wg. “Beamtenbeleidigung” – Polizei bestätigt #Pfefferspray-Einsatz in Stuttgart – Pressmitteilung: http://bit.ly/hUqKwC (PDF) > @noXforU
Augenzeuge
mein rest mineralwasser wurde für augenspülungen gebraucht, weil die polizei am schlossplatz doch noch pfefferspray eingesetzt hat. #s21 > @siemers
Verletzter Mann nach Pfefferspray Attacke durch die Polizei (foto) http://www.parkschuetzer.de/assets/statements/50945/original/Verletzter_Mann_nach_Pfefferspray_Attacke_durch_die_Polizei.jpg
Update 5.12
Bericht – Bei Abriss Aufstand: Polizei setzt nach Demo Pfefferspray ein
Sehr mies! – Die Polizei wird zunehmend zu einer öffentlichen Gefahr.
]]>1995 in Berlin.
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