Ein Satz, den niemand verstehen kann
24. August 2011, 06:49 von alogne
Steht in der Zeit.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-08/westerwelle-libyen
“Denn in Wahrheit hat die Bundesregierung dem libyschen Volk nicht nur nicht geholfen, als es von Gadhafis Soldaten aus Panzern und Flugzeugen beschossen wurde. Sondern sie hat ihm damals vor einem halben Jahr auch ziemlich explizit mitgeteilt, wie gleichgültig ihr sein Schicksal ist.”
Doppelte und dreifache Verneinung und danach mit der Faust durchs Auge. – Der Punkt muß ein Komma sein, denn es ist grammatisch gesehen nur ein Satz.
Wessen Schicksal ist wem gleichgültig? – Der Satz geht und geht nicht auf.
Ein Satz, den niemand verstehen kann
24. August 2011, 06:49 von alogne
Steht in der Zeit.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-08/westerwelle-libyen
“Denn in Wahrheit hat die Bundesregierung dem libyschen Volk nicht nur nicht geholfen, als es von Gadhafis Soldaten aus Panzern und Flugzeugen beschossen wurde. Sondern sie hat ihm damals vor einem halben Jahr auch ziemlich explizit mitgeteilt, wie gleichgültig ihr sein Schicksal ist.”
Doppelte und dreifache Verneinung und danach mit der Faust durchs Auge. – Der Punkt muß ein Komma sein, denn es ist grammatisch gesehen nur ein Satz.
Wessen Schicksal ist wem gleichgültig? – Der Satz geht und geht nicht auf.
Nachtrag: OK, der Satz geht dann grammatisch auf, wenn die mehrfache Verneinung aufrechnet und beachtet, worauf sich die Pronomen ‘er’, ‘sie’ und ‘ihr’ beziehen. Wenn der Leser sich durch die grammatische Schleife gekämpft hat, dann stoßen wir nur auf ein unglaubliches Understatement gekleidet in falschem Inhalt.
*Präimplantationsdiagnostik*
8. Juli 2011, 00:23 von alogne
Ich hätte damals in der Forschungsgruppe ‘Sterben und Tod’ (NRW) als Philosoph Karriere machen sollen. – Dann würden mich heute alle in jeder Talkshow anhören müssen: Es gibt keine Antwort darauf.
Ich ging dann lieber in die Kunst, um das nicht-zu-sagende irgendwie erfassen zu können.
Im übrigen bin ich persönlich entschiedener Organtransplantationsverweigerer und habe den Kriegsdienst an der Waffe verweigert.
Das sind alles Fragen, die muß jeder für sich selber entscheiden. Auch und gerade diese Entscheidungsfreiheit macht uns Menschen aus. Im Sinne der Autonomie. Niemand darf über einen anderen hinweg entscheiden.
Das Recht des Embryos. Das Recht auf Gesundheit und Wohlleben. Das Recht auf Abtreibung. Tja. Bei der Frage nach der biologischen Menschwerdung des Menschen greift Aristoteles: Die befruchtete Eizelle ist eine Möglichkeit in sich. Wenn nichts dazwischen kommt, wird sie sich zu einem reifen Menschen voll entwickeln.
Auch kranke Menschen sind trotzdem Menschen und brauchen unserer Hilfe zum leben. Über Todesmitleid entscheided jeder Mensch selber oder seine nächsten liebsten, im Sinne der Autonomie.
Und dann gibt es noch den kategorischen Imperativ:
Der Mensch ist das Ziel allen Handelns und darf niemals als bloßes Mittel genommen werden.
Die Amis ließen Osama bin Laden im April 2002 entkommen.
2. Mai 2011, 18:34 von alogne
Bin Ladens zaudernde Häscher.
Printartikel 19. April 2002
Habe für euch die wesentlichen letzten drei Absätze transkribiert:
(…) verdichten sich auch noch die Hinweise, daß ihn [ObL] die US-Armee im vergangenen Dezember in den Tora-Bora-Bergen Ost-Afghanistans hat entkommen lassen, weil sie nicht schnell, mutig und entschlossen genug gehandelt habe.
Allerdings könnte der Minister [Rumsfeld] einen über jeden Zweifel erhabenen Gewährsmann befragen, dem er seit vielen Jahren in herrlicher Abneigung verbunden ist: Ex-Ausßenminister Henry Kissinger. Der hatte vor geraumer Zeit das Hauptquartier britischer Spezialtruppen in England besucht, die gerade vom Einsatz in Tora Bora heimgekehrt waren. Wie die konservative britische Zeitschrift Spectator berichtete, hatten die Soldaten dem amerikanischen Gast Erstaunliches zu erzählen. Demnach war es so gut wie sicher, daß bin Laden zusammen mit einer Gruppe engster Getreuer in einem Gebirgstal eingekesselt war. Doch als die Briten vorschlugen, das Tal abzuriegeln und nach Art einer Treibjagd mit Bodentruppen zu durchkämmen, hätten ihre amerikanischen Waffenbrüder aus Angst vor unvermeidlichen Verlusten kalte Füße bekommen. Auch einen zweiten britischen Vorschlag, dann eben alleine in das Tal vorzudringen, hätten die Kameraden aus Übersee abgelehnt: Sie neideten den Engländern den Ruhm.
Zaudernd, zögernd und immer mehr in Zeitnot geratend, hätten die Amerikaner schließlich die Afghanen um Hilfe gebeten. Doch die, so der Spectator weiter, ließen sich zum einen lange bitten und verlangten zum anderen Bezahlung – in Goldmünzen. Bis die US-Armee den Goldschatz herangeflogen habe, sei bin Laden mit Hilfe afghanischer Verbündeter entkommen. Knapp und vernichtend formulierte es nun ein Anti-Terror-Spezialist des Pentagon in der Post: “Wir haben Mist gebaut, (…) weil wir die Afghanen die ganze Arbeit machen ließen.” (Quelle: Printausgabe Die-Zeit oder Süddeutsche 19.04.2002)
Was hier so verklausurliert vormuliert wird heißt in der Essenz: Gemäß des Berichts haben die USA per Order-Mufti dreifach dafür gesort, daß der gesuchte bin-Laden nicht gefangen gewscheige denn getötet wird. – Sie haben zwei mal das Ansinnen der Briten verneint (abgelehnt) (wir machen nicht mit und schon gar nicht ihr alleine), dann haben sie mit der Goldlieferung für die Söldner zeit gewonnen und zum vierten den Terrorführer aus einem umstellten Gebiet entkommen lassen.
Als Gründe dafür vermute ich: Das Icon (Terrorfigur) bin-Laden konnte noch bis heute als Schreckgespenst der Propaganda herhalten. Was ja auch passiert ist, mit gefälschten Videoaufnahmen und anderen Verlautbarungen in den letzten zehn Jahren.
Das Schreckgespenst hat ausgedient. Die Glaubwürdigkeit dieser Sockenpuppe ist länger schon dahin. Mit der Inszenierten Ermordung in Pakistan konnte gerade noch ein gewisser Propagandaeffekt erzielt werden.
Die Propaganda für das zweite Jahrzehnt des 21. Jhts. hat eine neue Ebene erreicht mit den Aufständen in Nordafrika. Auch die alternativen und aufgeklärten Leute im Westen heißen heute ganz ohne bin-Laden einen Angriffskrieg gut.
Mission accomplisched, Sheik Usama bin Laden darf endlich sterben.
Stimmen aus Libyien
21. März 2011, 13:25 von alogne
Ein paar Stimmen aus Libyen, kopiert aus dem BBC-Ticker (21.03.11) (GMT)
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1320: Farid, who has family in Tripoli, writes: “All my friends and family I have contacted in Libya feel more protected since the air strikes. They feel they are being cared for by the international community. Gaddafi was just taking revenge and punishing everyone, but people on the streets are happy the allied forces are weakening the regime. Tripoli is run by fear – there are a lot of arrests and killings by Gaddafi forces. There were demonstrations there last week. The air strike on Gaddafi headquarters is huge. It is a huge military fortress. It is good it has been hit.”
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1058: Salah, a Tripoli resident, tells the BBC that Col Gaddafi is a symbol of safety and security. He says he does not want to be ruled by the east of the country, and instead there should be negotiations. “Three days ago I could have told you about different opinions in Tripoli. But now we all stand for Libya. It’s not about Gaddafi, it’s a war between Libya and France, the US and UK. We haven’t seen anything like this for many years. Things have been calm and secure 40 years – though I still remember the 1986 bombing of Libya by the United States when I was six-years-old. The bombing of Libya is a stupid decision – there is no guarantee that the western nations will not hit civilians. For example, the army camps are very close to the city centre.
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1213: More from the Libyan rebels: they say their aim is still to capture the Libyan capital, Tripoli, but that they want to achieve that without foreign offensive action, the rebel spokesman has told a news conference in Benghazi.
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1211: The Libyan rebels have been speaking: a spokesman in Benghazi has said they welcome more air strikes by foreign forces, but do not want foreign ground troops to intervene in the war.
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1024: The BBC’s Kevin Connolly in Benghazi says there are dangers as well as opportunities in the use of air power in Libya. Our correspondent says: “The rebels still want a united and free Libya without Col Gaddafi with Tripoli as its capital. If it comes to be the case that people in western Libya who have been under attack from the West (as they would see it) begin to associate the rebel movement with those air attacks, begin to blame the rebels for those attacks – then it might make any process of eventual reunification rather difficult.”
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0952: The rebel spokesman also says that pro-Gaddafi forces are now bringing civilians from nearby towns to Misrata to use them as a human shield.
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1041: @libi4ever tweets: “if we let Qadfi bomb Zintan and Misrata today, tomorrow they will disappear from #libya map.”
Nazi-Demo in Wuppertal erfolgreich unterbunden.
30. Januar 2011, 01:41 von alogne
Wuppertal hat keinen Platz für Nazis < Ein erfolgreicher Tag! Wir Bürger haben heute alles getan, um eine Demonstration der Neo-Faschisten vor unserer Haustür erfolgreich zu verhindern. < Die Nazi-Demo ging ins leere, niemand konnte sie wahrnehmen. Deren Kundgebung wurde von unserer Polizei vor der Bevölkerung konsequent abgeschirmt.
Aber dennoch mußte das breite Bündnis der Antifa an einer Stelle auf der Friedrich-Engels-Allee eingreifen, als die offiziellen Einsatzkräfte gerade nicht vor Ort waren, und die Nazis eine Frau auf offener Straße zertreten haben. < Wie gut, daß wir dort waren, um schlimmeres zu verhindern! < Die Polizei hat darauf hin die Faschisten eingekesselt und festgenommen.
Hintergrund: http://oelbergisch.de/2011/01/wuppertal-gegen-nazis/
The Politics of Fear
29. Januar 2011, 05:28 von alogne
Aus gegebenem Anlaß der Revolution in Ägypten: Die Dokumentation von Adam Curtis – The Politics of Fear.
Playlist mit deutschen Untertiteln:
Direktvideo: http://www.youtube.com/view_play_list?p=7439B5D75A45DF6F
Schade, Episode III – The Shadows in the Cave – fehlt leider in obiger Playlist. Please watch the original on: http://ia700102.us.archive.org/15/items/ThePowerOfNightmares/chapter3.mpeg
Original: www.archive.org/details/ThePowerOfNightmares
Info: http://de.wikipedia.org/wiki/The_Power_of_Nightmares (Wikipedia)
#Wutbürger
17. Dezember 2010, 23:10 von alogne
Von einer öminösen “Gesellschaft der Deutschen Sprache” wurde heute ein obskurer Begriff als Wort des Jahres gekürt. Kaum ein aufmerksamer Beobachter hat jemals von so einem Wort gehört.
Dem auferksamen Beobachter sind Begriffe wie S21, Loveparade, Lekrem, JMStV, Castor, Schottern, Laien, Koffer oder krtsmpl geläufig. Von einem Wutbürger hat aber noch kaum jemand etwas gehört.
Zur Aufklärunng der Bevölkerung hat das Ministerium für Sprachregelung und Propaganda folgendes Memo herausgegeben:
Das mit dem “Wutbürger” ist doch eigentlich eine Frechheit und ein Stück CDU-Propaganda, oder? http://t.co/DRtON4F #wortdesjahres #s21 bernhardhopfner
Erläuterung:
Das Wort ‘Wut’ ist eigentlich eher negativ konotiert < ‘blinde’ Wut > zerstörerische-, ungelenke-, dumpfe- < Wut wäre also von der Bedeutung her eher triebhaft, ein Gefühl, weniger vernunftbetont. Der Begriff des ‘‘Bürgers’ dagegen ist eher verständig, aufgeklärt, Person des Rechts, informiert … Die Wortkombination #Wutbürger verunglimpft somit die politisch bewußten Bürgerleute.
“Alle Macht geht vom Volke aus” (steht im Grundgesetz)
Also, ich persönlich bin ja eindeutig für Platz 9 > Femitainment (hä? wasndas?) http://bit.ly/fpMQ1a > als Wort des Jahres.
Weiter: #Wutbürger vs. ‘wütende Bürger’ < die eine Wendung ist ein Substantiv, das andere eine Eigenschaft. < ein feiner, aber bedeutender Unterschied < das eine wesensbestimmed, das andere beiläufig erzeugt
Schramm sprach deshalb ja auch vom Zorn und nicht von der Wut. @kaptrips
Da sind sie schon, die ‘Wutbürger’ in der Bildunterschrift > n-tv http://bit.ly/fC2YI1 / seen by bernhardhopfner
Propaganda powered by GfdS(Gesellschaft für deutsche Sprache)
Faszinierend!
Der Propaganda live bei der Arbeit zuzuschauen. – Der Neo-Begriff der #Wutbürger ist ein schönes Lehrstück der Propanda-Sprache.
#Wutbürger vs. deeskalierende Polizisten > http://n-tv.de/img/21/2175741/Img_16_9_450_wutbierger.jpg (ernsthafte Bildunterschrift bei n-tv) vor ungefähr 5 Stunden
Unser Sprachkünstler Georg Schramm auf der Demo in Stuttgart gegen #S21: “Wie übersetzen sie Zorn?” (Gebärdensprache) “Und Wut?” http://youtube.com/watch?v=4jBFlEcQWLk#t=57s
—-
Wo doch jedes Kind weiß, daß das Wort des Jahres Blumenkübel lautet.
Die Gefahren der Atomkraftwerke
8. Dezember 2010, 20:09 von alogne
Ausgehend von der Frage: Was passiert im Krisenfall mit den Atomkraftwerken in Deutschland? – Wenn bei Zusammenbruch, Krieg, Aufstand oder Katastrophe das Personal für Beaufsichtigung bzw. Betrieb der AKW ausfällt?
Folgend eine ausführliche Erläuterung des Users CrisisMaven im Gelben Forum: http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=195030 – Hier eine Sicherungskopie des lesenswerten Textes:
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Also, das ist so:
1.) Jedes Atomkraftwerk der heute ueblichen Baugroesse (Druckwasserreaktor 1.300 MegaWatt [MW] elektrische Leistung) enthaelt im vollen Betrieb ca. das VIERTAUSENDFACHE an Radioaktivitaet wie der Fallout der Hiroshima-Bombe.
2.) Anders als bei einer Atombombe, bei der die Radioaktivitaet bis weit in die Stratosphaere hinein “geblasen” wird, wuerde bei vollstaendiger Freisetzung das radioaktive Inventar in Bodennaehe freiwerden, d.h. man darf die Wirkung mit einem Mehrfachen ansetzen (d.h. ein Mehrfaches des Viertausendfachen). Dieses ist der groesstmoegliche Unfall, abzugrenzen vom GAU oder groessten anzunehmenden Unfall. Letzterer ist eine mathematische Fiktion der Gutachter, in dem moegliche Unfallszenarien, die zu katastrophalen Auswirkungen fuehren koennten, einfach statistisch als “zu selten” ignoriert werden.
3.) Jedes technisch moegliche Ereignis tritt jedoch irgendwann einmal ein. Das kann auch morgen sein. Es statistisch wegzurechnen ist reine propagandistische Augenwischerei. Tritt das gesamte radioaktive Inventar aus, so sind in bewohnten Gebieten hunderttausende Soforttote und Millionen Tote in den Folgejahren zu erwarten, etwa wenn ein Reaktorblock in Biblis seine Fracht in Richtung der Hauptwindrichtung ueber Darmstadt und Frankfurt am Main “ergiesst”.
4.) Dieses radioaktive Inventar im Reaktor-Druckbehaelter klingt nach Abschalten schrittweise ab. Reaktorbrennstaebe in Abklingbecken haben also scheinbar deutlich weniger Radioaktivitaet in sich als der Druckbehaelter unmittelbar nach Schnellabschaltung oder Unfall. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Was naemlich uebrig bleibt, sind naturgemaess die langlebigen radioaktiven Stoffe (Radionuklide). Das Mass des Abklinges nennts sich Halbwertzeit (HWZ).
EXKURS: die Halbwertzeit.
Radioaktives Material hoert theoretisch niemals zu strahlen auf. Jedoch zerfaellt innerhalb einer bestimmten Zeit das gesamte Material zur Haelfte. Eine HWZ von zehn Tagen bedeutet also, dass nach zehn Tagen die Haelfte zerfallen ist, die andere Haelfte noch nicht, nach weiteren zehn Tagen die naechste Haelfte, d.i. ein Viertel des urspruenglichen; Nach 2 HWZ sind also drei Viertel zerfallen, ein Viertel uebrig, usw.
Nach zehn HWZ (in diesem Fall also 100 Tagen) ist nur noch ein Tausendstel (2 hoch zehn = 1.024) uebrig.
Dies jedoch ist nur die halbe Wahrheit, denn:
a) auch ein Tausendstel kann noch toedlch viel sein,
b) aber vor allem zerfallen viele Radionuklide in andere, neue Radionuklide, strahlen also munter weiter.
Leider sind aber viele Radionuklide deutlich langlebiger – wir haben z.T. nach Millionen Jahren das Vergnuegen, dass erst die Haelfte zerfallen ist – ein Pakt mit dem Teufel ist meist kuerzer als dieser selbstmoerdcerische Unsinn! Leben konnte sich auf Erden erst entwickeln, als alle diese schon mal vorhandenen Radionuklide weitgehend zerfallen waren, damit ueberhaupt DNS stabil genug bleiben konnte, um Leben zu ermoeglichen. Nun kehten wir den Prozess sehenden Auges um!
Insgesamt entstehen bei der Kernspaltung des Uran-235 in “herkoemmlichen” Kernkraftwerken weit ueber tausend Radionuklide, von denen mehrere hundert lange genug leben, um im Falle eines Unfalles oder Angriffes ins Freie zu gelangen und jedenfalls bleiben Dutzende uebrig, die ueber Jahrtausende bis Jahrmillionen munter weiter strahlen.
5.) Was macht einen radioaktiven Stoff potentiell gefaehrlich? Er sendet Strahlen aus, deren Zerstoerungskraft weit ueber denen normaler Roentgenstrahlung liegt, und zwar im wesentlichen Alpha, beta- und Gammastrahlen.
Alphastrahlen sind “schwere Geschosse”, naemlich ganze Helium-Atome (http://de.wikipedia.org/wiki/Alphastrahlung). Aufgrund der Stossgesetze der Mechanik richten sie den groessten Schaden an – wenn sie denn treffen (siehe Punkt 6). Wer in der Schule ein Stueck Tafelkreide an den Kopf bekommt, wird kaum ernstlich verletzt werden. Ist es dagegen eine Bowling-Kugel, etwa gleichschwer wie der Kopf, ist meist eine Gehirnerschuetterung, wenn nicht schlimmeres, die Folge.
Beta-Strahlen sind sehr schnelle Elektronen und Gammastrahlen sind sehr harte Roentgenstrahlen.
6.) Die Frage ist: wo befindet sich ein radioaktiver Stoff zum Zeitpunkt seines Zerfalls? Versucht jemand, mir eine Bowlingkugel von hinter einer Wand an den Kopf zu werfen, wird sie bereits an der Wand abprallen. Eine schnelle Gewehrkugel wird vielleicht durchschlagen, aber schwer gebremst. Und Roentgenstrahlen wuerden mich fast ungehindert treffen – aber mich auch fast ungebremst wieder verlassen, also nur einen Teil ihrer Energie bei mir abladen.
Das tueckische an einem verunfallten Atomkraftwerk ist nun, dass hier radioaktive Stoffe in die Umwelt gelangen, die, einmal entwichen, keine Kraft der Welt je wieder zurueckholen kann. Diese gelangen in die Luft und werden eingeatmet (radioaktives Jod, radioaktiver Wasserstoff [Tritium], radioaktive Edelgase, aber auch Festkoerper als Aerosole). Der Rest wird ueber weite Landstriche verteilt und deponiert und ueber die Nahrungskette aufgenommen. Nach einem grossen Atomunfall ist das betroffene Gebiet fuer Jahrhunderte bis Jahrtausende daher vielleicht nicht immer voellig unbewohnbar (wer dort wohnen will, kann es um den Preis erhoehten Kreb- und Missbildungsrisikos ja tun), faellt aber vollstaendig fuer die landwirtschaftliche Nutzung aus.
Ein Land wie Deutschland waere auf Jahrhunderte voellig unbewohnbar deshalb, weil es sich nicht mehr selbst ernaehren koennte, um aber landwirtschaftliche Produkte einfuehren zu koennen, muesste man ja etwas anderes exportieren/tauschen koennen, etwa Industrieerzeugnisse – welche aber kaum Absatz finden duerften. Die Gesundheitskosten wuerden vermutlich ohnehin die Haelfte des Bruttosozialproduktes auffressen. (Wer uebrigens vor einer solchen Atomkatastrophe fliehen will, wird erschossen – mit Radionukliden verseuchten Personen wird die Ausreise per Militaer-Kordon mit Schiessbefehl verwehrt; fragen Sie in Ihrem Landratsamt und Ihrer Bundeswehr-Standortverwaltung nach, welche Absperrbefehle die haben und wo im Keller die entsprechenden Schilder lagern! Ich weiss, wovon ich rede.)
7.) Aus diesem Grunde sind also Laender mit Atomkraftwerken nicht mehr verteidigungsfaehig. Schon Laender mit Staudaemmen, bei denen flussabwaerts grosse Menschenmengen wohnen, sind militaerisch erpressbar, aber immerhin wuerde bei einem Dammbruch ja nicht das gesamte Land zerstoert, sondern eben nur, wer physikalisch vom Wasser erreicht werden kann. Und danach waere das Land nicht wesentlich verseucht (ja, ja, ein paar Oeltanks sind mit aufgeschwemmt worden …), und koennte wieder aufgebaut werden.
Atomkraftnutzer haben aber das Problem, dass sie ihre AKW abschalten muessen, sowie der Krieg absehbar oder erklaert wurde (das sehen alle Szenarien vor, das ist nicht meine “Erfindung”). Dazu werden die Reaktorbrennstaebe ausgelagert (in die von zara geschriebenen Abklingbecken!), um wenigstens das Risiko der Freisetzung zu verringern, denn mit jedem Tage des Nicht-Angriffes klingen ja ein paar Radionuklide mehr ab.
8.) Andererseits haben die Staaten aber wegen des unloesbaren (nicht ungeloesten! – unloesbaren) Problems der Wiederaufarbeitung und Endlagerung eben diese Abklingbecken bereits mit den Brennstaeben mehrerer Jahre bis Jahrzehnte vorherigen Betriebes “vollgeknallt”. Und diese Abklingbecken weisen keinerlei Schutz gegen ernstgemeinte Angriffe auf, d.h. sie sind mit einfachsten Mitteln zu sprengen.
9.) All das ist von den Militaers laengst durchgespielt. Die US-Spezialeinheiten (Green Berets) haben das in den sechziger und siebziger Jahren erfolgreich geuebt, die Bundeswehr-KSK hat es in den neunziger und 2000er-Jahren zum Entsetzen der eigenen Planer und der Insassen eines Atomkraftwerks simuliert (Abspung bei mondloser Nacht und Eindringen in ein deutsches “bestgesichertes” AKW!). Alle hoeheren Militaers und Politiker wissen, dass Atomkraftwerke ein Land verteidigungsunfaehig machen, zum einen, weil sie im Konfliktfall abgeschaltet werden mussen und der Strom dann fehlt, zum anderen, weil sie nicht verteidigt werden koennen mit der Folge Millionen Toter bei Einsatz nur einer Bombe.
Fragen:
A) Warum werden Atomkraftwerke weiter betrieben und sogar ausgebaut, wenn deren Betrieb mit Sicherheit (Wahrscheinlichkeit ist groesser Null!) zu einem Unfall oder einem beabsichtigten Ereignis mit Millionen Toten fuehren muss?
B) Warum werden Atomkraftwerke zur “Energiesicherung” ausgebaut oder betrieben, wenn sie im Konfliktfall abgeschaltet werden muessen und deren Strom dann der angegriffenen Volkswirtschaft ersatzlos fehlt?
C) Was macht ein Land wie Frankreich mit 75% Stromerzeugung aus Atomenergie in diesem Falle? Es faellt auf das Strom-Niveau eines Drittweltlandes zurueck. Und da Frankreich nur 40% des Stromes im Grundlastbetrieb braucht, wohin “entsorgt” es dann die ca. 35% Ueberschusstrom derzeit nachts??? (Atomkraftwerke kann man nicht an- und abschalten wie Gasturbinen).
D) Was passiert, wenn ein Atomkraftwerk wie beschrieben “verunfallt”, wenn bis Frankfurt/Main niemand mehr lebt – wer glaubt eigentlich, dass dann in den Schaltwarten der “intakten” Schwester-Atomkraftwerke noch jemand in aller Ruhe seinen Dienst tut? Wird nicht eher jedes benachbarte Atomkraftwerk und Abklingbecken mit absehbaren Folgen (weitere Millionen Tote) steuerlos??? Und natuerlich, wie von zara angesprochen, was ist die Folge volkswirtschaftlichen Verfalls – wer schuetzte die Pharaonengraeber, als der Lohn ausblieb?
Alles Fragen, die die Bundes- und Landesregierungen seit 1976 gestellt bekamen, nicht beantworten konnten und deshalb ab 1977 kein Atomkraftwerk mehr genehmigt haben, obwohl bis 2000 weitere ca. 120 geplant waren …
Nachtrag: Die Maer vom sicheren deutschen Atomkraftwerk
War Tschernobyl “unsicherer” als ein deutsches AKW? Nein – in Tschernobyl wurde ein Experiment durchgefuehrt. Ein loebliches Unterfangen, damit wurden u.a. Sicherheitseinrichtungen getestet. Ging leider schief. Was die Frage aufwirft: warum werden bei uns diese Sicherheitseinrichtungen gar nicht erst getestet? Weil es genauso schief laufen wuerde!!! Noch nie wurde auf der ganzen Welt ein AKW getestet wie die Automobilindustrie das tausendfach im Jahr macht. Nur ein einziges Mal wurde es versucht – und es ging schief.
Was sagt uns das? Ich erspare mir jeden Kommentar. Dazu Internet-Seiten mit Titeln wie “kernkraft-wissen” zu betreiben wuerde jedem Phrenologen Ehre machen.
Und warum ging Tschernobyl relativ glimpflich ab? Weil nur ein Dreissigstel seines radioaktiven Inventars austraten! Wäre der Rest auch noch ausgetreten und bis zu uns geblasen worden, so waeren Deutschland und fast die gesamte EU auf Jahrzehnte hinaus reines Agrar-Importland!!!
Warum blieben die restlichen ca. 97% drinne? Weil todesmutige Feuerwehrleute und andere Helfer ihr Leben fuer uns geopfertt haben – den sicheren Tod vor Augen haben sie das Ding zugeschippt!!! Darf ich fragen, ob die Mannschaften in Biblis, Kruemmel usw. dasselbe zu tun gedenken??? Ich tippe, sie werden als erste Wind bekommen und zu fliehen versuchen, bevor der Militaer-Kordon jede Flucht mit Schiessbefehl unterbindet! Und dann?
—-
Text von User CrisisMaven im Gelben Forum:
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=195030
Empfohlen sei auch das Follow-Up: http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=195046 > “In der Tat ist friedliche Atomenergie nur entstanden, weil man sich als Militaer keine militaerische Atomindustrie leisten kann, ohne zivile Infrastruktur.”
Stuttgart - Demo - Schloßplatz 4.12. Momentaufnahme (Update: Pfefferspray)
4. Dezember 2010, 17:07 von alogne
Spontandemo um ca. 17 Uhr auf dem Schloßplatz in Stuttgart, mit viel Stimmung, Polizei, Gesang und Musik.
Die Musik von eben: Kurze Soundaufnahme / mp3 (download) Direkt: http://www.ver-tarn.de/files/s21-4-12-2.mp3
Eben Begann eine Auseinandersetzung Bürger/Polizei auf dem Schloßplatz in Stuttgart. Hier der Sound, kurz bevor der Stram abbrach:
Download: Riot (mp3) Direktlink: http://www.ver-tarn.de/files/riot.mp3 (siehe unten)
Screenshots und Sounds von der Livecam http://www.cams21.de/Daten/peterpstuttgart.html
Fotos (screenshots der Situation ca. 30Min. vorher)
Update
Bericht:
Vorher: *http://bambuser.com/v/1229768 *
Ganz am Ende: Minute 2:08:00
Nachher:
http://bambuser.com/v/1230114
Twitter:
Leute mit gereizten Augen am neuen Schloss! Anscheinend Festnahme und Pfefferspray Einsatz! #S21 > @Jibkid
Polizeipressemitteilung:
Festnahme wg. “Beamtenbeleidigung” – Polizei bestätigt #Pfefferspray-Einsatz in Stuttgart – Pressmitteilung: http://bit.ly/hUqKwC (PDF) > @noXforU
Augenzeuge
mein rest mineralwasser wurde für augenspülungen gebraucht, weil die polizei am schlossplatz doch noch pfefferspray eingesetzt hat. #s21 > @siemers
Verletzter Mann nach Pfefferspray Attacke durch die Polizei (foto) http://www.parkschuetzer.de/assets/statements/50945/original/Verletzter_Mann_nach_Pfefferspray_Attacke_durch_die_Polizei.jpg
Update 5.12
Bericht – Bei Abriss Aufstand: Polizei setzt nach Demo Pfefferspray ein
Sehr mies! – Die Polizei wird zunehmend zu einer öffentlichen Gefahr.
Wahrheit, Schmarheit.
2. September 2010, 18:53 von alogne
Ein wichtiger User-Kommentar im Forum bei n-tv, den ich hier Dokumentiere und lesbar mache. Quelle: Bush@n-tv zum Thema Integration.
Eike schreibt am 02.09.2010 14:37
Wahrheit, Schmarheit. Ein Blick auf die von Sarrazin zitierten Studien beweist, daß er sie gar nicht gelesen haben kann. Die behaupten nämlich etwas völlig Anderes.
Z.B. nature.com – die jüdische Gene-Studie. Was besonders auffällt, ist die große genetische Ähnlichkeit von diversen jüdischen Gruppen und moslemischen Türken…
Oder was ist hiermit? Bildungsmotivation bei türkischen Familien besonders stark (Informationsdienst Wissenschaft)
Ein Blick auf die USA zeigt, daß Einwanderer bis zur dritten Generation oft anecken. Kurz gesagt: die Nachteile der Immigration zeigen sich umgehend, die Vorteile erst nach längerer Zeit. Aber wer die Nachnamen von in Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik etc. signifikanten US-Amerikanern betrachtet, der erkennt, daß die Vorteile immens sind. Welches ethnisch oder kulturell homogenisierte Land hat es andererseits zu etwa Großem gebracht?
Und zudem sei noch angemerkt, daß Sarrazin es selbst in der Hand hatte, als Berliner Finanzsenator für eine bessere Ausgabenpriorisierung zu sorgen – und es ziemlich umfassend vergeigt hat.
Es bleibt ein fauliger Geschmack angesichts des Umstands, daß Millionen Deutsche offenbar blind glauben, was man ihnen vorkaut, wenn es nur in eine Kontroverse verpackt ist. Und das dann unüberprüft als unbequeme Wahrheiten verbreitet wird, obwohl es nur dumme Lügen sind. Und daß dann, da diese Wahrheiten in aller Länge und Breite wieder und immer wieder abgespult wurden, Andersdenkende Sarrazin-Kritiker in diesem Fall gemobbt werden – schauen Sie mal im ZEIT-Forum, oder beim Spiegel! – und sich die Sarrazinfans auch noch penetrant als unterdrückte Minderheit gerieren. Und oft genug mit einer dermaßen mangelnden Beherrschung der deutschen Schriftsprache, daß einem übel wird. Sozioökonomisch Mittelschicht, aber intellektuell unterster Bodensatz. Jeder Achmed Messerstecher kann sich immerhin noch in zwei Sprachen unzureichend ausdrücken…
Da liegt wirklich etwas im Argen.
Warum wird in USA die Debatte anders und ohne auszuarten geführt? Nun, vielleicht liegt es daran, daß dort Einwanderung immer als etwas Normales, wenn nicht sogar als erstrebenswertes Ideal verstanden wurde. Wie ist an der Freiheitsstatue zu lesen:
Keep, ancient lands, your storied pomp! cries she
With silent lips. Give me your tired, your poor…
Natürlich eine Utopie. Aber es drückt eionen Anspruch aus, der so völlig anders ist als Sarrazins Thesen.
Mitteleuropa war immer bis ins späte 19. Jahrhundert von Einwanderung geprägt. Tacitus Germanen sind zum größten Teil weitergewandert – nach Frankreich, nach Spanien, bis nach Nordafrika! Die Vorfahren der heutigen Deutschen stammen aus ganz Europa, und darüber hinaus. Das ist eine wirklich unterdrückte Wahrheit: Hätte Deutschland sich immer so gegen Zuwanderung gesträubt, wäre es in einem Flickenteppich bedeutungsloser Kleinstaaten geendet – und einen auf hugenottischem Umweg von nordafrikanischen Seeräubern abstammenden Herrn Sarrazin würde man vergeblich suchen.
Und während der bundesdeutsche Konsument diesem den nicht unbedingt wohlverdienten Lebensabend versilbert, kratzt sich die Welt verwirrt am Kopf und fragt sich, welcher Rappel da wieder in diese komischen Teutonen gefahren ist.
Migration ist eine Tatsache. Was entscheidend ist, ist, wie sich eine Gesellschaft dazu verhält – ob sie Anpassung verlangt und zu erzwingen versucht, oder ob sie ein Zusammenwachsen geschehen läßt. Natürlich verändert Zuwanderung eine Gesellschaft. Aber das war immer so, und es hat als längere Sicht noch keiner Gesellschaft geschadet. Je weniger Aufhebens darum gemacht wird, desto besser.
Eine Gesellschaft, die auf universellen humanistischen Werte ruht und sich selbst sicher ist, braucht sich auch nicht vor den paar Fundamentalisten zu fürchten, die man sich zwangsläufig einfängt. Die USA wurden von Millionen streng katholischen Süditalienern und Iren und radikalen russischen Ghettojuden auch nicht umgebracht. Im Gegenteil: nach den unvermeidlichen Anfangsschwierigkeiten stand das Land stärker und reicher als je zuvor da. Und das, obwohl alle drei genannten Gruppen eine Zeit lang im organisierten Verbrechen tonangebend waren. Hat sich alles herausgewachsen, ohne daß man die Grenzen dichtmachen mußte. Zeit und Offenheit, das war alles was nötig war.
Man darf sich keine Illusionen machen: wer die Vorteile von Immigration ernten will, muß zunächst mal mit den Messerstechern umgehen. Aber die Alternative wäre, in der Mittelmäßigkeit einer weltfremden gleichförmigen Gesellschaft, ohne Impulse, ohne Energie, ohne Innovation zu versumpfen.
PS: Es sind nicht nur türkische Einwanderer; italienische haben genauso eine miese Demographie. Aber halt in Deutschland – anderswo nicht! Das Problem im Islam zu suchen, wird uns bei der Lösung der Probleme keinen Schritt weiterbringen.
Insofern ist Sarrazins Weg eine Sackgasse, die Probleme zwar aufzeigt, aber zu deren Lösung sich in Irrwegen verläuft. Und das ist gefährlich. Wie gesagt: Wenn er eine funktionierende Lösung hätte – warum ist die Situation in seinem Berlin denn so, wie sie ist? Warum konnte er mit der nicht unbeträchtlichen politischen Macht, die er hatte, nichts verbessern?
Weil er ein Scharlatan ist.
PPS: Was die Meinungsfreiheit angeht: Nein, wir haben in Deutschland KEINE völlige Meinungsfreiheit. Bestimmte Meinungen sind sanktioniert, und es gibt 6 Millionen gute Gründe dafür. Die USA können sich eine völlige Meinungsfreiheit erlauben – aber die sind ja auch ein Einwanderungsland aus Tradition. Da darf man dann auf offener Straße Naziparolen brüllen – und wird sehr schnell merken, daß eine offene Gesellschaft, die sich ihrer Multikulturalität nicht schämt, durchaus keine Polizei und Justiz braucht um solche Spinnereien ganz schnell in ihre Schranken zu weisen.
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Wie gesagt, ein User-Kommentar, den ich hier nur Dokumentiere, sichere und etwas lesbarer mache. Quelle: Bush@n-tv
Frank Zappa: G-Spot Tornado
31. Juli 2010, 09:32 von alogne
G-Spot-Tornado von der Platte “Jazz from Hell” (1987)
Video by Frank Zappa:
Frank Zappa – G-SpotTornado
Hochgeladen von Dan_of_the_Land. – Entdecke weitere Musik Videos.
Jazz from Hell wurde komplett mit dem Synclavier eingespielt. – Zum ersten mal war Zappa als Komponist unabhängig von einem Orchester und konnte seine Ideen frei umsetzen.
Frank Zappa: Holyday in Berlin
31. Juli 2010, 09:27 von alogne
Holyday in Berlin:
Holiday in Berlin by Frank Zappa
Hochgeladen von Steelydan. – Sieh mehr Musikvideos, in HD!
Die Mothers of Invention auf ihrer ersten Tour duch Deutschland 1968. – Bei dem Auftritt in der Deutschlandhalle, Berlin, wurde die Bühne von Studenten besetzt.
Wählen Sie bitte jetzt ihren Bundespräsidenten.
1. Juni 2010, 21:21 von alogne
Zensursula oder Mad-Schäuble?
Bitte stimmen sie jetzt ab, wer den überraschend vacanten Job des Präsidialamts übernehmen soll.
Zur Zeit liegt Herr Kainar von Baiden weit vorne.
US-Soldaten stürmen Haus von afghanischer Parlamentsabgeordneten - ein Toter
29. April 2010, 16:46 von alogne
So sieht es wohl aus, wenn der Westen Demokratie nach Afghanistan bringt, und die Frauenrechte schützt:
KABUL, 29. April (RIA Novosti). US-Soldaten haben in der Nacht zum Donnerstag das Haus der Abgeordneten des afghanischen Parlaments Sofia Sadeqi in der östlichen Provinz Nangarhar gestürmt und dabei einen Menschen erschossen.
… weiterlesen bei RIA-Novosti
Wahlkampfrede: Gysi zur Griechenlandkrise und zum zivilen Aufbau in Afghanistan (Ausschnitte)
28. April 2010, 12:18 von alogne
Wahlkampfauftritt von Gregor Gysi (Die Linke) in Wuppertal zur Landtagswahl 2010 in NRW.
Gysi zur aktuellen Griechenland-Krise:
Gysi zum zivilen Aufbau in Afghanistan:
Er sprach viele bundespolitische Themen an, um damit auch zu Erläutern, warum die Kommunen in NRW kein Geld mehr haben. Er machte in vielen konkreten Beispielen deutlich, wie die letzten Bundesregierungen durch Umverteilung von “unten nach oben” dem Staat viele Einnahmen entzogen haben. Mehrfach forderte Gysi, bestimmte Steuer- und Rentensätze wenigstens wieder auf den Stand der Regierungszeit H. Kohls zurückzusetzen. – Er wendete sich deutlich gegen SPD-Kandidatin Krafts vorstoß der “ehrenamtlichen” Arbeit für Arbeitslose: Arbeit muß bezahlt werden, dazu gehört auch ein Mindestlohn, den es in fast allen europäischen Ländern gibt. – Auch führte Gysi einige Beispiele an, wie Barak Obama in den USA mit Bankenmangern umgegangen ist, denn wir, die Bevölkerung, bezahlen den Bankenrettung.
Ein Argument, für den Einzug der Linken in den Landtag ist für Gysi: ‘Daß wir die Parteienkostellation durcheinanderbringen und Linke Positionen dort einbringen’ – Gerade weil die etablierten Parteien Angst vor der Linken haben, sollte sie gewählt werden.
Abstimmung über zusätzliche Bundeswehr-Soldaten nach Afghanistan?
21. Februar 2010, 00:03 von alogne
Kommenden Freitag den 26. Februar 2010 stimmt der Deutsche Bundestag über die Intensivierung des Afghanistan-Krieges ab. Weitere 850 Bundeswehr-Soldaten sollen in den Konflikt geschickt werden.
1500 demonstrieren gegen Afghanistan-Einsatz
Etwa 1500 Demonstranten aus dem ganzen Bundesgebiet haben am Samstag in Berlin gegen den Einsatz der Bundeswehr und anderer Armeen in Afghanistan protestiert.
[Demonstration]: Bebelplatz, Unter den Linden, Brandenburger Tor, Reichstag, 10117 Berlin-Mitte Ca. 2000 Teilnehmer (lt. Veranstalter)
Bei einer Kundgebung auf dem Bebelplatz in Berlin-Mitte forderte Kirchenkritiker Eugen Drewermann ein sofortiges Ende des Militäreinsatzes. Afghanistan habe in 3000 Jahren seiner Geschichte kein einziges anderes Land angegriffen, sagte Drewermann.
Hunderte demonstrieren / AFP
Die Friedensorganisationen verwiesen auf Umfragen, wonach die Mehrheit der Bundesbürger einen schnellstmöglichen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan fordere.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) erklärte in Berlin: “Meine Botschaft an die Demonstrantinnen und Demonstranten ist: Es ist gut, dass man eine gesunde Skepsis hat, wenn es um Militäreinsätze im Ausland geht. Aber man darf nicht naiv sein.”
Großkundgebung in Berlin / Tagesschau (mit Video)
Wichtig: Die Erkenntnis über die Sinnlosigkeit des Einsatzes erreicht langsam auch die Politik. – Der Meinung der Mehrheit des Volkes findet endlich gehör!
Grüne wollen sich bei Afghanistan-Mandat enthalten
… wird fortgesetzt …
Mushtarak - Ein falscher Krieg in Afghanistan
19. Februar 2010, 01:15 von alogne
meine Linksammlung von heute (19. Februar 2010)
Heute endlich eine Karte gefunden: Große Offensive der ISAF-Truppen im Süden Afghanistans: “Operation Mushtarak” day-by-day bit.ly/c4mZl5 (BBC)
Ein Frontbericht der “Embedded Journalists” mit Video aus der Schusslinie:
bit.ly/cEc313 (TimesOnlie)
Und folgend Berichtet der Feind: Kommentar auf einer Website: http://bit.ly/anWOb5
Eine Krasse Analyse über die Sinnlosigkeit der Operation aus der Sicht eines gebürtigen Afghanen (aus einer Politikerfamile), dessen Vater und Großvater Botschfter waren: The Flawed Operation “Mushtarak” http://bit.ly/cRZm2F – (Veröffentlicht auf der Internetseite veteranstoday.com.) – Eine Lesenswerte Analyse mit Zusammenfassung über Region und Mentalität der Leute. von Khalil Nouri nwscinc.org
The entire concept behind this operation is not “reality based.” This is theatre, and nothing more, but many of the players and much of the audience will suffer from this ill-fated production. I suspect they knew they were writing a tragedy from the beginning.
“Afghans will use NATO skills to haunt them?” Nach der Kampf- oder Polizeiausbildung wechseln viele die Seite und kämpfen gegen ISAF-Truppen. (Interview anläßlich der Afghanistankonferenz in London.)
Die Bundespolitiker der BRD lügen uns ins Gesicht: Eine Video von der “Neuen Mitte” – eine Partei von Christoph Hörstel
Afghanistan_Luegen from Neue Mitte on Vimeo.
Sterbendes Regime
5. Januar 2010, 05:26 von alogne
(Kämpfe nicht für ein sterbendes Regime, es ist dein Leben nicht wert)
Achtung: In der Mitte schlimme Bilder vom 2. Golfkrieg
Der Text ist ein Zusammenschnitt aus Vorträgen von Greg Palast (Investigativ-Reporter der BBC). Von der CD Weapon Of Mass Instruction (dort mit mp3 Hörproben)
“Do not fight for a dying regime” – dieser Satz, stammt von Bush, er sagte das damals 2003 zu den Irakern. als Titel einer Video-Collage von “white noise” – Die Botschaft quasi umgedreht auf die USA
Nobody looks good with brown lipstick on. – Frank Zappa
Rede Kriegsminister von Guttenberg im Reichstag
16. Dezember 2009, 18:31 von alogne
Tumult im Parlament:
Rede des Verteidigungsministers von Guttenberg vor dem Deutschen Bundestag am 16. Dezember 2009:
Direktlink Parlamentsfernsehen
Affäre Kunduz.
Seit Jahren stimmt die überwiegende Mehrheit des Deutschen Bundestages wiederholt dem Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan zu. – Auf einmal regen die sich auf, diese A-Löcher, und wollen ihre Verantwortung abschieben. – Verachtung ist nicht genug.
Vortrag und Diskussion: Bildung - Kirchen - Neoliberalismus von Prof. Dr. Ulrich Duchrow
10. November 2009, 20:59 von alogne
Vorlesung am 9. November: Kritik des Kapitalismus und Perspektiven der derzeitigen Revolution aka Bildungsstreik. Vorlesung in der besetzten Uni-Heidelberg:
Direktvideolink: Vortrag und Diskussion: Bildung – Kirchen – Neoliberalismus von Prof. Dr. Ulrich Duchrow













